Pressefreiheit - international im Ausschuss und national mit Stefan Aust
Nachdem mich in der letzten Woche die Lage der Lokaljournalisten beschäftigte, blickten wir im Ausschuss für Kultur und Medien diese Woche über Deutschland hinaus. Es waren die Experten Gerda Meuer, Direktorin der Deutsche Welle-Akademie, Dr. Michael Rediske von Reporter ohne Grenzen e.V. und Andreas Weiss, der Koordinator Internationales bei der ARD, zu Gast, um uns über die Gefährdungen der internationalen Pressefreiheit zu informieren. Täglich riskieren tausende mutige Journalisten ihre eigene Freiheit und sogar ihr Leben, um ihren Lesern und Zuhörern sauber recherchierte Berichte und unabhängig Meinungen zu bieten. Um sie zu unterstützen fördern wir über das Auswärtige Amt zahlreiche Projekte und Initiativen. Aktuell zeigt diese Arbeit in Nordafrika erste Erfolge, wie auf meine Nachfrage Gerda Meuer erläuterte. Viele Journalisten und Blogger nutzen die Ausbildungsangebote der Deutschen Welle und stützen so die jungen Demokratiebewegungen in Ägypten und Tunesien. Da es sich um eine öffentliche Ausschusssitzung handelte, können Sie die Aufzeichnung in Kürze in der Mediathek des Bundestags abrufen.
Am Freitag hatte ich dann die große Freude, einen Veteranen im Kampf um die Pressefreiheit in Berlin begrüßen zu können: Stefan Aust. Der langjährige Chefredakteur des SPIEGELS erläuterte mir das Konzepts seines neuen Projekts, des Nachrichtensenders N24. Stefan Aust ist wieder einmal Vorkämpfer neuer Konzepte, denn ein inhabergeführter, unabhängiger und privater Nachrichtensender fehlte in der deutschen Senderlandschaft. Derzeit wird der von der ProsiebenSat.1 Gruppe übernommene Sender neu strukturiert und strikt auf Qualitätsjournalismus ausgerichtet. Stefan Aust berichtete, dass er zukünftig mehr politische Berichterstattung bieten will. Ich bin sehr gespannt auf diese Formate und wünsche dem Hamburger Stefan Aust nochmals viel Erfolg.










